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Hej, diese Ausgabe vom Shelfd Magazin geht raus an 276 Mitglieder. Wir sind im Finale vom exklusiven Beta-Reading und nächste Woche lassen wir unser neues Lieblingsformat auf tausende weiterer Leser*innen los. Was meint ihr, funktioniert der Themen-Mix für euch? Und dass nur noch ein Newsletter von uns kommt?
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Folgende fünf Beiträge haben wir für euren Streaming-Start ins Wochenende mitgebracht:
- Staffellauf-Kolumne über Streaming mit Gewissen
- Unser stacheliger Lieblingsstream: Shiva Baby (2020)
- Fünf handverlesene Highlights aus den kostenlosen Mediatheken
- Darüber diskutieren wir drüben in der Community
- Überraschung der Woche: Die besten Streams im Februar
Lasst uns gezielter wählen, statt mehr zu finden. Los geht's!

Kann ich das noch vertreten?
Julia Mähl
Wie ihr alle wisst, stehe ich auf Reality-TV. Kein Geheimnis, ich hab’s ja auch schon in meinem ersten Staffellauf vor ein paar Monaten an die große Glocke gehängt. Mittlerweile muss ich mir jedoch selbst die Frage stellen: Wie lange kann ich Reality-TV noch streamen, ohne all meine Prinzipien zu verraten?
Denn nicht nur die jüngste „Krönung“ Gil Ofarims zum Dschungelkönig, der ohne Einordnung durch RTL weiter Quatsch erzählen durfte, zeigt: Vielleicht müssen wir das in die Hand nehmen, was andere nicht wollen und Grenzen ziehen.
🎁 Jetzt den kompletten Staffellauf von Julia lesen. Frei für alle.
Entdeckt das Staffellauf-Archiv mit +15 reflektierenden Streaming-Kolumnen.

Lieblingsstream: Shiva Baby (2020)
Leya Lourenco
Was ist eure größte Horrorvorstellung? Vielleicht ein gruseliger Clown? Ein heimgesuchtes Haus? Zwillinge in einem einsamen Hotelflur? Oder sind es große Familienfeiern, auf denen nah oder weit entfernte Verwandte mit einem Lächeln und einer geladenen Erwartungshaltung abfragen, wie es denn so laufe? „Hängst du immer noch im gleichen Job?“, „Was sind deine Pläne für die Zukunft?“ oder „Isst du genug?“, sind mögliche Fragen im Repertoire. So und noch viel schlimmer läuft es in unserem dieswöchigen Liebling „Shiva Baby“ (2020).

Danielle (Rachel Sennott) hat einen Sugar Daddy, um sich das Jurastudium zu finanzieren – oder doch nicht? Auf jeden Fall eilt sie nach einem bezahlten Techtelmechtel mit dem wesentlich älteren Max (Danny Deferrari) zu einer jüdischen Trauerzeremonie (Schiv’a), wo sie sich den neugierigen Fragen zahlreicher Verwandter und Bekannter stellen muss. Zu allem Übel taucht dort auch bald Max auf – inklusive Frau und gerade geborenem Nachwuchs.
Mit ihrem Langfilm-Debüt „Shiva Baby“ gelingt Regisseurin und Drehbuchautorin Emma Seligman eine schwarzkomödiantische Horrorfahrt durch eine beklemmende Familienfeier. Selbstbewusst zeigt Seligman die Suche einer jungen Frau nach ihrer Richtung, ihrer Sexualität, ihrer Selbstverwirklichung – ja, ihrer Identität.
Hauptdarstellerin Rachel Sennott transportiert, wie aus einer Selbstverständlichkeit heraus, die angespannte Grundstimmung und den schwarzen Humor des Films mit ihrem komödiantischen Timing, ihren verräterischen Gesichtsausdrücken und ihrer hektischen Körperlichkeit. Sie bietet viel Projektionsfläche für den Clash der traditionellen Werte ihrer Familie vs. dem Druck als Macherin gelten zu wollen vs. dem was Danielle selbst sein möchte – auch wenn sie das gar nicht zu wissen scheint.
Seligman schafft Horrorstimmung am helllichten Tag. Die stellenweise erdrückende Atmosphäre erzeugen vor allem der dumpfe Sound und die engen Kameraeinstellungen. Diese Horrorszenen wirken wie ein heißer Sommertag, an dem keine Abkühlung in Sicht ist und man der Sonne schutzlos ausgeliefert ist.
Ein kurzweiliges Banger-Debüt über die leidige Suche nach dem Platz im Leben und die Erforschung seiner Selbst. Ein Film zum Sich-wiedererkennen, Mitschwitzen und mit ganz vielen komischen Momenten zum laut Loslachen.
Du kannst „Shiva Baby“ aktuell bei Mubi streamen. Überprüfe die dauerhafte Verfügbarkeit via werstreamt.es.
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Handverlesene Highlights aus den kostenlosen Mediatheken
André Pitz & Leya Lourenco
Wir haben diese Woche hunderte neue Filme, Serien und Dokus gesichtet. Hier sind die fünf Highlights, die wir euch ans Herz legen:
Amerikanische Fiktion (2023)
Läuft bis 23.03.26 in der ARD-Mediathek, FSK 16, Dauer: 112 Min., zum Trailer
➜ Satirische Dramödie über (Schwarze) Identität
➜ Oscar für das Beste adaptierte Drehbuch, vier weitere Oscarnominierungen, Jeffrey Wright in toller Hauptrolle
➜ Verhandelt Rollenbilder, deren gesellschaftliche Konstruktion und an sie geknüpfte Erwartungen ohne Selbstzufriedenheit
Fallende Blätter (2023)
Läuft bis 26.03.26 bei Arte, FSK 12, Dauer: 76 Min., zum Trailer
➽ Tragikomödie über die befreiende Kraft der Liebe
➽ reis der Jury in Cannes für Kultregisseur Aki Kaurismäki
➽ Trockenster Humor, formal überaus streng verpackt und der Liebe als klug aufbrechendes Element
Die Vögel (1963)
Läuft bis 02.03.2026 bei Arte, FSK 16, Dauer: 119 Min., zum Trailer
➩ Horrorfilm über angreifende Vogelschwärme mit Thriller-Elementen
➩ Master of Suspense Alfred Hitchcock zeigt sich seines Titels würdig und Hauptdarstellerin Tippi Herden transportiert die Apokalypsenstimmung
➩ Ein handwerklich bestechender Klassiker des Tierhorrors über die Ohnmacht gegenüber dem Unerklärlichen
Dealer (1999)
Läuft bis 14.05.26 bei den Kinemathek Selects, FSK 12, Dauer: 72 Min.

➤ Drama über gesellschaftlichen Stillstand
➤ Von Berliner-Schule-Regisseur Thomas Arslan
➤ Erzählt konsequent ohne exotisierenden Blick aus der migrantischen Perspektive über gesellschaftliche und ökonomische Zustände
The Whale (2022)
Läuft bis zum 21.03.2026 in der ARD Mediathek, FSK 12, Dauer: 109 Min., zum Trailer
➺ Psychologisches Drama als Kammerspiel
➺ Preisgekrönter Film von Regisseur Darren Aronofsky („Black Swan“), Hautdarsteller Brendan Fraser („Die Mumie“) gewann unter anderem den Oscar als bester Schauspieler
➺ Ein (doch schon melo)dramatischer Film über Trauer, Scham und Schuld
💡 Nach diesen Kriterien wählen wir unsere Tipps aus.

Darüber diskutieren wir
In der vergangenen Woche haben wir uns gefragt, wie viele Dienste ihr parallel nutzt. Shelfd Redaktionsleiter André outet sich als Abo-Asket und listet auf:
Privat bezahle ich nur noch für Mubi und teile mir einen Zugang zu Prime Video, aber nicht des Streamings wegen. [...] Filmfriend ist Beifang meiner Bibliotheksmitgliedschaft, die ich aber auch nicht wegen des Streamings, sondern wegen der Bücher und der Wichtigkeit von Bibliotheken als Instrument der kulturellen Teilhabe habe. Der Rundfunkbeitrag ist irgendwie ja auch ein Abo, den ich aus voller Überzeugung gerne bezahle..
Hier ebenfalls kommentieren
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💬 🍿 Aktuell fragen wir uns:
Wann ist die Zeit für „stille Filme“ im lauten Streaming-Alltag? Braucht es dafür immer gleich einen freien Kopf UND Abend?
Und zuletzt unser überraschender 5. Beitrag im Streaming-Magazin (immer anders):

Die besten Streams im Februar
Ilka Bröskamp
Im Februar waren wohl alle Augen auf den Deutschlandstart der queeren Eishockey-Romanze „Heated Rivalry“ gerichtet. Doch auch jenseits des Eises gab es einige Film- und Serienhighlights. Diesen Monat haben wir wieder die Streamingplattformen und kostenlos zugänglichen Mediatheken für euch durchforstet und unsere Favoriten zusammengestellt.

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Bis nächste Woche Freitag!
Happy Streaming,
Team Shelfd

