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Hej, folgende fünf Beiträge haben wir für euren Streaming-Start ins Wochenende mitgebracht:
- Staffellauf-Kolumne mit einer Anleitung zum Horror-Streamen
- Unser stacheliger Lieblingsstream: „Sick of Myself“
- Fünf handverlesene Highlights aus den kostenlosen Mediatheken
- Darüber diskutieren wir drüben in der Community
- Überraschung der Woche: Kendall Roy aus „Succession“ im Fancake-Figurenporträt
Los geht's mit dem kompletten Magazin!

Allein daheim Horror streamen – Eine Anleitung
Dobrila Kontić
Ein Mann starrt zuhause auf seinen Fernseher, der Schwarz-Weiß-Aufnahmen von einem Brunnen zeigt. Plötzlich klettert ein Mädchen, dessen Gesicht von langem, schwarzem Haar bedeckt ist, aus dem Brunnen heraus und geht auf die Kamera zu. Gebannt schaut der Mann weiter zu, will wissen, was wohl als nächstes passiert… und verliert vollends die Nerven, als die triefnasse, niemandem wohlgesonnene Gestalt plötzlich aus dem Bildschirm heraus, in sein Wohnzimmer und auf ihn zu kriecht. [...]
Solche Ängste mögen völlig irrational sein, aber dieser Befund hilft keiner Person weiter, die sich nach einem gruseligen Film die Nacht um die Ohren schlägt. Was also tun, wenn man Horror eigentlich mag, vielleicht sogar einen einschlägigen Streamingabend geplant hat, aber den Angstkater danach vermeiden möchte?
🎁 Jetzt den kompletten Staffellauf von Dobrila lesen. Frei für alle.
Entdeckt das Staffellauf-Archiv mit +30 reflektierenden Streaming-Kolumnen.

Lieblingsstream: Sick of Myself (2022)
Leya Lourenco
Vergangene Woche habe ich im Kino „Das Drama“ (2026) mit Zendaya und Robert Pattinson in den Hauptrollen gesehen. Auf Social Media wird der Film des norwegischen Regisseurs Kristoffer Borgli heiß diskutiert. Und auch wenn die Prämisse seines neuen Films super spannend ist, gefällt mir seine schwarze Komödie „Sick of Myself“ (2022) noch viel mehr.

Im Lexikon könnte ein Bild von Signe (Kristine Kujath Thorp) und Thomas (Eirik Sæther) neben der Definition von „Toxische Beziehung“ stehen. Thomas will permanent Signe übertreffen, Signe will permanent Thomas übertreffen. Als ihm plötzlich der Durchbruch als Künstler gelingt, muss sie zu extremen Mitteln greifen. Signe besorgt sich bei ihrem Ex-Freund, der nebenbei mit Drogen dealt, ein paar Pillen aus Russland. Deren Nebenwirkung: Hautekzeme. Damit sieht Signe das Scheinwerferlicht schon wieder auf ihr. Doch sie übertreibt und schluckt immer mehr von den Pillen…
In der grotesken Komödie und dem psychologischen Drama von Regisseur Kristoffer Borgli geht es um eine komplett missgünstige, ungesunde Beziehung und um das verzweifelte Behaupten in einer Aufmerksamkeitsökonomie. Der scharfzüngige Humor, der das Ganze ad absurdum treibt, ist teilweise wirklich unbequem.
Signe und Thomas sind dabei die überspitzte Repräsentation einer Internetgeneration, die sich durch Aufmerksamkeit behauptet: Opferstatus wird zu Prestige, Trauma zum Trend. Die Performance der Hauptdarsteller*innen treibt den Film an. Besonders Kujath Thorp gelingt eine Balance zwischen Coolness und Verzweiflung.
Eingepackt ist dieser Anti-Rom-Com-Horror in sehr schöne, fast anmutige Bilder. Kameramann Benjamin Loeb hat auf 35-Millimeter-Film eine cleane, kalte Ästhetik erzeugt, die im Kontrast zum körperlichen und psychologischen Verfall der Hauptfigur steht.
Du kannst „Sick of Myself“ aktuell bei Mubi und Prime Video streamen. Überprüfe die dauerhafte Verfügbarkeit via werstreamt.es.
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Handverlesene Highlights aus den kostenlosen Mediatheken
André Pitz & Leya Lourenco
Wir haben diese Woche hunderte neue Filme, Serien und Dokus gesichtet. Hier sind die fünf Highlights, die wir euch ans Herz legen:
Ein Mann namens Ove (2015)
Läuft bis 30.04.26 bei 3sat, FSK 12, Dauer: 112 Min., zum Trailer
➜ Schwedische Tragikomödie über einen pedantisch-griesgrämigen Witwer
➜ Hannes Holms Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Fredrik Backman
➜ Ein so warmherziger Film, der schön, traurig, witzig und lehrreich zugleich ist
Tschernobyl 86 (Doku, 2026)
Läuft bis 29.04.32 in der ARD-Mediathek, FSK 12, Dauer: 89 Min., zum Trailer
➽ Geschichte rekonstruiert durch Verkettung zahlreichen Archivmaterials
➽ Filigrane Recherche und Montagearbeit von Volker Heise und Team
➽ Offenbart die Muster der konkreten und ominösen nukleare Angst bzw. Bedrohung während der letzten Züge des Kalten Krieges
Network (1976)
Läuft bis 19.05.26 bei Arte, FSK 16, Dauer: 117 Min., zum Trailer
➩ Mediensatire mit gesellschaftskritischem Anstrich
➩ Zehnfach oscarnominierter und vierfacher Oscargewinner von Sidney Lumet
➩ Ein heute ungebrochen aktueller Film über Publikumsdynamiken, Aufmerksamkeitsökonomie und Manipulation
Der Rausch (2020)
Läuft bis 06.12. in der ARD-Mediathek, FSK 12, Dauer: 117 Min., zum Trailer
➤ Schwarze Tragikomödie über Midlife-Crisis, Männerfreundschaft und ein gewagtes Alkohol-Experiment
➤ Thomas Vinterbergs oscarprämierter Film mit einem hervorragenden Mads Mikkelsen
➤ Ein bittersüßer und aufrichtiger Film, der zeigt, dass der Rausch manchmal zwar eine Erlösung sein kann, aber meistens nur von kurzer Dauer ist
Styx (2018)
Läuft bis 17.05.26 bei 3sat, FSK 12, Dauer: 87 Min., zum Trailer
➺ Globalpolitisches Kammerspiel in der unendlichen Weite des Meeres
➺ Mehrfach ausgezeichnet beim Deutschen und Österreichischen Filmpreis
➺ Nüchtern-intensives Drama über die realen Auswirkungen menschenfeindlicher europäischer Grenzpolitik
💡 Nach diesen Kriterien wählen wir unsere Tipps aus.

Darüber diskutieren wir
Plattformen messen Dinge wie Watchtime, Klicks und das Verhalten von uns Streamer*innen. Aber eine Sache fehlt komplett: Gleichzeitigkeit. Was wir an der Stelle vermissen, ähnelt einem Relikt aus alten Zeiten. Die Rede ist von der guten, alten Einschaltquote. Sie verrät, wie viele Menschen gerade dasselbe schauen. David ergänzt seinen Staffellauf zum Thema mit dem Wunsch nach einer Kommentarspalte:
„Ich würde es feiern, wenn ich wüsste, mit wie vielen Menschen ich grad einen Streaming-Moment geteilt habe. Ob viele oder wenige – das sagt ja etwas aus. Und noch toller wäre, wenn Netflix & Co diesen Raum sogar wirklich für den Austausch öffnen würde. Keine Ahnung, wie wild das da zugeht, aber Computerspiele und Twitch-Livestreams trauen sich eine volle Kommentarspalte ja auch zu. Mutige voran.“
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Welche Ideen habt ihr, um wieder mehr Gemeinschaftsgefühl ins Streaming zu bringen?
Und zuletzt unser überraschender letzter Beitrag im Streaming-Magazin (immer anders):

Kendall Roy aus „Succession“: Reich, privilegiert, destruktiv – und zutiefst menschlich
Dobrila Kontić

Als verwöhnter, machtbesessener Milliardärssohn zieht Kendall Roy aus „Succession“ unsere Verachtung auf sich, aber erstaunlicherweise auch unser Mitgefühl.
Im neuen Fancake zeichnen wir seine Geschichte nach, ordnen die Entwicklung der Figur ein und teilen, wofür wir sie bewundern:

🥞 Lest das vollständige Fancake als Shelfd Mitglied.
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Bis nächste Woche Freitag!
Happy Streaming,
Team Shelfd



